Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Tommy Rasmussen am 03. Mai 2010
7008 Leser · 1 Kommentar

Umwelt und Tierschutz

Wann wird das grausame Schächten am unbetäubten Tiere in Deutschland verboten?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

Wann wird das grausame Schächten am unbetäubten Tiere in Deutschland verboten?

Der Schächter durchschneidet mit einem langen, scharfen Messer in drei Zügen die Halsmuskeln mit den darunter liegenden Organen bis auf die Halswirbel. Das Blut spritzt weit aus den Halsblutgefäßen, und das Tier rüttelt mit Gewalt an seinen Fesseln. Das Herausspritzen des Blutes aus den durchschnittenen großen Blutgefäßen läßt nach einiger Zeit nach. Dann faßt der Metzger in die klaffende Wunde, sucht den durchschnittenen Gefäßstumpf der dem Herzen zugekehrten Seite auf, zieht ihn vor und schneidet ihn nochmals durch, worauf dann das Blut wieder stärker fließt. Dieser Eingriff muß in vielen Fällen noch ein- oder zweimal wiederholt werden. Fast immer sieht man dabei die Abwehrbewegungen von neuem einsetzen - ein Zeichen dafür, daß das Tier es als Schmerz empfindet.

Die Zeit von Beginn des Schnittes bis zur Ausblutung wird bis auf 10 Minuten geschätzt.

Die Bundesregierung hat keine verfassungsrechtliche Bedenken beim betäubungslosen Schlachten und der Gesetzgeber müsse immer abwägen zwischen Tierschutz und dem Recht auf Ausübung der Religionsfreiheit, aber das Schächten entspricht den rituellen Speisevorschriften im Talmud und nicht, wie die Juden den Anschein zu erwecken suchen, Vorschriften für eine gottesdienstliche Handlung. Ein Verbot, die Tiere überhaupt zu betäuben, enthält auch der Talmud nicht.

Das Schächten ist eine himmelschreiende, unverantwortliche Grausamkeit und eine Kulturschande für ein zivilisiertes Volk. Es ist ein Unding, daß 99 % eines Volkes ihre natürlichen und religiös-sittlichen Empfindungen und ihr Gewissen von 1% vergewaltigen lassen sollen.

Dementsprechend hat unsere Stellungnahme zum Schächten und seine Bekämpfung ganz eindeutig zu erfolgen: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, wann wird endlich das grausame Schächten am unbetäubten Tiere in Deutschland verboten?

Mit freundlichen Grüssen,

Tommy Rasmussen

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Christian Adrion
    am 18. Juni 2013
    1.

    Das grausame Schächten von Tieren ist ein deutliches Beispiel dafür, dass Religion in der Demokratie nicht alles dürfen sollte. Der Schutz der wehrlosen Kratur muß vor Religionsfreiheit stehen. Das sind wir der europäischen Aufklärung schuldig. Ich erwarte von einer aufgeklärten Regierung, dass sie fest hinter unseren humanistischen Grundwerten steht. Aber ich werde immer wieder enttäuscht. Leider!
    Es gibt Religionen, die mit ihren Forderungen unser humanistisches Weltbild beleidigen. Dies sollten wir niemals dulden. Niemals!

    Christian Adrion

  2. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.