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Beantwortet
Autor Thomas Schlanert am 13. Dezember 2013
5745 Leser · 9 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Warum bekommt der Staat für eingeführte Waren Einfuhrzoll?

Werte Frau Bundeskanzlerin,
Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür dass unser Staat Geld verdienen muss. Das dies auch aus Steuern oder aus Zollgebühren kommt ist auch verständlich. Ich bin auch dafür dass man für Waren die man in Deutschland kaufen kann diese aber im Ausland kauft weil sie günstiger sind Einführzoll
und auch Steuern bezahlen sollte. Denn das würde sonst unsere eigene Wirtschaft schädigen. Nun möchte ich aber wissen warum ich für eine Ware die man nicht in Deutschland kaufen kann und auch nicht in Deutschland hergestellt wird Steuern und Einfuhrzoll zahlen muss. Dafür habe ich kein Verständnis. Andernfalls müsste ich doch von einen Staat verlangen können das dieser alles Herstellen müsste, was wohl nicht geht oder?

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 17. Januar 2014
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Schlanert,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

In der Tat kann der Staat nicht verlangen, dass die Wirtschaft sämtliche Waren, die irgendwo auf der Welt produziert werden, auch im eigenen Land anbietet.

Vielmehr sind offene Märkte und ein freier Handel von Gütern und Dienst- leistungen auf der Grundlage klarer, vorhersehbarer Regeln weltweit wichtig. Als Exportnation hat Deutschland ein vitales Interesse an einem freien Welthandel.

Innerhalb der EU sind offene Grenzen und freier Warenverkehr heute eine Selbstverständlichkeit – zum Vorteil von Bürgerinnen und Bürgern wie Unternehmen. Zölle belasten den Handel und verteuern Produkte.

Zu den Zielen der deutschen und europäischen Handelspolitik gehören vor allem der Abbau von Zollschranken und klare Zollabkommen. Deutschland unterstützt daher auch alle Anstrengungen der EU, Handelsabkommen mit wichtigen Handelspartnern in der Welt - zum Beispiel den USA - abzuschließen. Wer in Zukunft aus den USA hochwertige Waren mitbringt, muss dann keine Umsatzsteuer plus Zollgebühr mehr für Waren im Wert von über 430 Euro zahlen.

Mehr Informationen:

Gemeinsame Handelspolitik der EU http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/Handelspoli...

Welthandelskonferenz: Handelsschranken abbauen http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/12/...

Broschüre „Zehn gute Gründe für ein Freihandelsabkommen der EU mit den USA“ http://www.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BPA/Be...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (9)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 17. Dezember 2013
    1.

    Seit es Staaten gibt und diese miteinander
    Handel treiben, gibt es Zölle. Aus diesem
    Blickwinkel betrachtet verstehe
    ich die Frage nicht!

  2. Autor Martina Pegenau
    am 18. Dezember 2013
    2.

    Champagner kann man in Deutschland nicht herstellen,
    das würde dann unter die Ware fallen, die nicht besteuert werden soll; die Definition, Abgrenzung und der Verwaltungsaufwand wären unverhältnismässig.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 18. Dezember 2013
    3.

    Steuern (Zölle) müssen sein!
    .
    Wovon sollte denn sonst der Staat Kitas, Schulden,
    Universitäten, Theater usw. usf, bauen
    und unterhalten!
    .
    Natürlich gehört hierzu auch die Bundeswehr.
    Wer anders sollte sonst das Erreichte
    schützen bzw. verteidigen.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 25. Dezember 2013
    4.

    Ich wünsche der neuen Verteidungsministerin
    für ihr sicher nicht leichtes Amt viel Glück
    und Erfolg und vor allem immer
    beste Gesundheit!

  5. Autor Erhard Jakob
    am 29. Dezember 2013
    5.

    Martina,
    Ihrer Argumentation im Kommentar
    kann ich nicht folgen.
    .
    Schließlich kann man in Frankreich
    auch keine >Spreewald-Gurken<
    herstellen.

  6. Autor Martina Pegenau
    Kommentar zu Kommentar 5 am 03. Januar 2014
    6.

    stimmt

    mir geht es darum, Verwaltungsaufwand zu vermeiden - das hätte Regelungen und /Ausnahmen zur Folge.

    Findige Exporteure/Händler werden Schlupflöcher finden und nutzen.

    Mir ist Transparenz und Eindeutigkeit wichtig; Einfuhr ist Einfuhr, ich zahl Steuern und wir alle haben was davon ;-)

  7. Autor Erhard Jakob
    am 07. Januar 2014
    7.

    Martina,
    genauso sehe ich das auch!

  8. Autor Erhard Jakob
    am 12. Januar 2014
    8.

    Meine Antwort:
    .
    *Einfuhrzölle und Steuern gibt
    es, seit Staat mit einander
    Handel treiben!
    .
    So gesehen, verstehe
    ich die Frage nicht!

  9. Autor Erhard Jakob
    am 13. Januar 2014
    9.

    Zölle haben doch nichts damit zu tun, welche Waren
    in irgend welchen Ländern hergestellt werden!
    .
    Zölle und Steuern haben etwas damit zu tun, dass der
    Staat eine Infrastrucktur im Land aufbauen kann.
    .
    Wer sonst soll Straßen, Schulen
    usw. bauen und unterhalten?

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