Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Christoph Rickels am 13. September 2013
8760 Leser · 0 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Warum helfen Sie mir als Gewaltopfer nicht dabei unserer Jugend die Augen zu öffnen ?

Sehr geehrte Frau Dr. Angela Merkel,

nachdem ich im Jahre 2007 für 4 Monate aus dem Hinterhalt und sogar vor laufenden Kameras ins Koma geschlagen wurde, humpel ich heute mit einer halbseitigen Lähmung und einer schwerbehinderung von 80% durch die Schulen und erzähle den Schülern mit verlangsamter Stimme, dass es nur ein paar Sekunden und wenige Schläge waren die aus einem sportlichen Rapper den Krüppel gemacht haben den Sie vor sich haben.

Ich bin ehrenamtlich präventiv, da ich unserer Gesellschaft die Augen öffnen möchte. Ich bin leider aufgrund der Tat bis heute arbeitsunfähig, seid 6 Jahren im Rechtsstreit gegen den Täter und ich muss aufgrund dieser Situation von Sozialhilfe leben

Ich habe Sie gebeten mir dabei zu helfen uns allen zu helfen und Sie haben mir nichtmal geantwortet. Ich wollte den Rückschein als Bild mitschicken aber der erkennt den Link leider nicht.

Nachdem mich Niedersachsens Innenminister (Uwe Schünemann) mit dem Preis für Zivilcourage auszeichnete und die positiven Rückmeldungen der Schulen die Erfolge der Prävention bestätigen, hatte ich gehofft das Sie mir zum Beispiel dabei helfen den Schülern Bundesweit die Augen zu öffnen.

Helfen Sie mir bitte dabei uns allen zu helfen.

Haben Sie Interesse mein Engagement zu unterstützen und damit uns allen zu helfen ?

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Rickels

www.first-togetherness.com

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 20. September 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Rickels,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Für die Bundesregierung ist die Bekämpfung von Kriminalität und ihrer Ursachen ein ganz zentrales Anliegen. Neben der Gesetzgebungsarbeit ist dazu auch die kontinuierliche Auseinandersetzung mit Fragen der Kriminologie und der Kriminalprävention erforderlich. Schon aus diesem Grund möchten wir Ihnen herzlich dafür danken, dass Sie trotz Ihrer furchtbaren Erfahrungen die Kraft finden, eine gesellschaftlich so wichtige Arbeit zu leisten.

Was Möglichkeiten angeht, Sie dabei zu unterstützen, empfehlen wir Ihnen, sich an die Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention (www.kriminalpraevention.de) oder auch an das Europäische Zentrum für Kriminalprävention e.V. (www.ezkev.de) zu wenden. Zahlreiche Informationen und Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Justiz (BMJ) unter den Stichworten Strafrecht und Kriminalprävention (http://www.bmj.de/DE/Recht/Strafrecht/_node.html). Das Referat „Kriminologie/Kriminalprävention“ im BMJ arbeitet intensiv mit anderen Stellen zusammen - insbesondere aus den Bereichen Justiz, Polizei, Jugendhilfe, Schule, Religionsgemeinschaften, Verbänden und Wirtschaft. Diese Gremien, von denen es in Deutschland etwa 2.000 gibt, tauschen Informationen und Erfahrungen aus. Sie entwickeln gemeinsame Strategien zur Kriminalitätsverhütung und setzen sie um. Einen inhaltlichen Schwerpunkt dieses Referats bildet auch die Prävention rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Bestrebungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung