Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor M. Carbonell Sanchez am 21. September 2015
6326 Leser · 7 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

warum sollen Flüchtlingen alles kostenlos haben?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich bin Spanier, 30 Monaten in Deutschland. Ich habe etwas Deutsch in meine Heimat gelernt und seit erste Tag in Deutschland gearbeitet und gleichzeitig Deutsch zu Hause selbst gelernt.
Warum sollten Flüchtlingen mehr Anspruch als EU Bürger oder Deutsche steuerzahler haben?
Ich bin dafür, EU muss Krieg Flüchtlingen helfen. Aber warum alles kostenlos?
Ich würde eine Konto für jede annerkante Flüchtlinge erstellen. Jeder Euro ausgegeben sollte als negatives in jede Konto gezahlt werden.
Idee hat als Referenz Darlehen in Usa für Uni Studenten. Vielleicht ein Flüchtling braucht 20.000€ um erste 20 Monaten in EU zu leben und entsprechende Sprache zu lernen. Das ist Solidarität. Darlehen von EU fond ohne oder mit sehr niedrig Zinsen, wie Rettung für Griechland. Aber dieses Geld hat Grenzen und diese sollten genau gleich in jeder EU Mitglieder Land sein. Flüchtling Ziel sollte sobald wie möglich arbeiten zu können und sein Darlehen bezahlen. Nur die Flüchtlingen, die das Geld zurück bezahlen, haben Anspruch in EU langfristig bleiben zu können. Die andere sollen zum Heimat sobald Krieg vorbei ist, zurück gehen.
Finden Sie das nicht richtig?

Danke im Voraus für Ihre Zeit

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 23. Oktober 2015
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Carbonell Sanchez ,
Sehr geehrter Herr Dischinger,
Sehr geehrter Herr Behr,

vielen Dank für Ihre Fragen, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten. Weil Ihre Fragen zur Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zusammenhängen, behandeln wir sie in einer gemeinsamen Antwort.

Die Aufnahme einer hohen Zahl von Flüchtlingen ist eine große Herausforderung für unser Land. Um ihr zu begegnen, hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, das Änderungen des Asylverfahrensgesetzes und des Asylbewerberleistungsgesetzes vorsieht.

Die gesetzlichen Änderungen werden die Asylverfahren beschleunigen und Fehlanreize beseitigen. Außerdem sorgen sie für eine frühe und bessere Integration derer, die eine Bleibeperspektive haben. Personen, die keinen Schutz in unserem Land beanspruchen können, werden schneller zurückgeführt. Das soll unter anderem dadurch gelingen, dass – nach Androhung und nach Ablauf der freiwilligen Ausreisefrist – nicht mehr der konkrete Termin der Abschiebung angekündigt wird. Das soll verhindern, dass der Betroffene untertaucht und sich so der Abschiebung entzieht. Ferner werden Leistungen gekürzt, wenn eine ausreisepflichte Person die Ausreisemöglichkeit schuldhaft nicht wahrnimmt.

Die Türkei und der Libanon gelten derzeit nicht als sicherere Herkunftsländer im Sinne von Art. 16a des Grundgesetzes. Die Europäische Kommission hat vorgeschlagen, der Türkei den Status eines sicheren Herkunftslandes zuzusprechen. Die Türkei ist der einzige EU-Beitrittskandidat, der diesen Status bislang nicht hat.

Mit den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen zu Flucht und Asyl wurden die Länder Albanien, Kosovo und Montenegro zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt. Dadurch sollen die Asylverfahren der Staatsangehörigen dieser Länder weiter beschleunigt werden.

Das Thema Flucht und Asyl war bereits mehrfach Gegenstand dieses Forums. Unsere Antworten finden Sie hier: http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/sachleistungen-... http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/identitaetsfest... http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/warum-wird-nich...

Weitere Informationen: http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/themen/Sonderinitiati... https://www.bmz.de/webapps/flucht/#/ http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Infodienst/2015/... http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Fluecht... http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Reiseberichte/20...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor ines schreiber
    am 21. September 2015
    1.

    Dem stimme ich zu....bekomme auch keinen der hinter mir alles sauber machen muss....

  2. Autor ines schreiber
    am 21. September 2015
    2.

    DARLEHN....GUTE IDEE....könnte vielleicht auch den Schleppern das Wasser abgraben...wenn das Geld hier gebraucht wird....

  3. Autor Erhard Jakob
    am 17. Oktober 2015
    3.

    Besser wäre, dass Geld dafür einzusetzen,
    dass der Grund (Armut) für die Flucht
    beseitigt wird.

    In der Regel will der Mensch in der Heimat
    bleiben. Wenige wollen die Heimat ver-
    lassen, wenn sie schon mal
    eine haben.

    Viele Deutsche mussten nach 1945 ihre
    Heimat verlassen, weil sie ihnen auf-
    grund des verlorenen Krieges
    genommen wurde.

  4. Autor Yvonne Schmidt
    am 17. Oktober 2015
    4.

    so eine Geniale Idee habe ich noch gar nicht gehört. Das wäre genau das richtige. Warum sollen wir, das Volk, immer uns den Rücken wund arbeiten und alles bezahlen? Ich stimme Ihnen 100% zu und hoffe das das die Kanzlerin liest und ernst nimmt. Suuuuper.

  5. Autor Monika Jones
    am 18. Oktober 2015
    5.

    Das ist mal ein wirklich konstruktiver und nützlicher Vorschlag!

  6. Autor Yan Suveyzdis
    am 18. Oktober 2015
    6.

    ich möchte auch ALLES kostenlos.... bitte helfen mir, Frau Bundeskanzlerin)

  7. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.