Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Robert Wise am 01. Juli 2015
5533 Leser · 15 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Was wird aus uns in ca 15 jahren?

In ca. 15 Jahren gehen die Geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Die hälfte davon obwohl sie extrem viel Steuern und Abgaben gezahlt haben (im Gegensatz zu Griechenland) wird von ihre Rente nicht Leben können weil sie zb zu den 53% gehören die KEIN Wohneigentum besitzen (Griechenland ca 80%) Ist halt blöd in diesen Kasten Staat wenn man nichts erben kann.
Meine Frage lautet: Wie würden Sie in 15 Jahren vor eine Versammlung von zb 40000 Rentner erklären das es richtig war 85 Milliarden (mehr oder weniger) für die Rettung Gr zu investieren? Einem Staat das zT extreme Luxuspensionen für seine Staatsdiener gewährt.
Wie erklären Sie das vor 15 Jahren Sie Steuergelder zum alimentieren des griechische Gesellschaft (nicht Staat) verwendet haben?

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 17. August 2015
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Wise ,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten. Gerne beantworten wir Ihre Frage, ob die geplante Griechenlandhilfe Einfluss auf die deutsche Rentenversicherung haben wird. Deshalb zunächst ein Blick auf die Finanzierungsgrundlage der gesetzlichen Rentenversicherung.

Neben betrieblicher und privater Altersvorsorge ist die gesetzliche Rentenversicherung die wichtigste Säule der Alterssicherung. Sie wird durch ein Umlageverfahren finanziert. Das bedeutet: Wer heute Beiträge einzahlt, finanziert mit seinen Beiträgen die Renten der heutigen Rentnerinnen und Rentner. Diese Generation hat im Alter einen verfassungsrechtlichen Anspruch, von der nächsten Generation versorgt zu werden.

Die Renditen in der Rentenversicherung werden auch langfristig positiv sein. Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung Bund 2012 haben ergeben, dass – für die Rentner der Jahre 2012, 2020, 2030 und 2040 die Renditen deutlich positiv bleiben. Dabei ist die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre berücksichtigt. Für die Rentenzugänge der Jahre 2020, 2030 und 2040 ergeben sich jeweils Renditen von rund 3,0 Prozent für ledige Männer und 3,5 (2020) und 3,4 (2030 bis 2040) Prozent für Frauen und verheiratete Männer.

Bis 2020 soll der Beitragssatz trotz steigender Belastung der Rentenversicherung 20 Prozent und bis 2030 22 Prozent nicht übersteigen. Sollte sich ein Überschreiten dieser Beitragssätze bzw. eine Unterschreitung des vorgegebenen Rentenniveaus abzeichnen, ist die Bundesregierung dazu verpflichtet, Bundestag und Bundesrat Vorschläge vorzulegen, die eine solche Entwicklung verhindern. Die Renten werden also auch künftig steigen. Im Übrigen verhindert eine gesetzliche Schutzklausel, dass sich die Bruttorente durch die Rentenanpassung vermindern kann.

Mehr Informationen:

http://www.bmas.de/DE/Themen/Rente/Gesetzliche-Rentenvers...

Ob Griechenland die gewünschten Hilfsgelder aus dem ESM-Vertrag erhält, wird sich zeigen. Vorher muss Griechenland grundlegende Reformen auf den Weg bringen. Experten der Europäischen Kommission, des Internationalen Währungsfonds und der Europäischen Zentralbank werden nun die Umsetzung der geforderten Reformen überprüfen. Vom Ergebnis hängt ab, ob die Verhandlungen über das dann dritte Hilfspaket für Griechenland auch erfolgreich abgeschlossen werden können. Auf den Anspruch deutscher Rentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung hat ein mögliches drittes Hilfspaket keinen Einfluss.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (15)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 26. Juli 2015
    1.

    *Mit Prognosen sollte man vorsichtig sein.
    Zumal, wenn sie die Zukunft betreffen!*

    "Die Renten sind sicher!"
    .
    Ja schon! Aber in welcher Höhe?
    Und was ist dann noch
    das Geld wert?
    .

  2. Autor Gisbert Bastek
    am 27. Juli 2015
    2.

    Frau Merkel wird als die Kanzlerin in die Geschichte eingehen, die Deutschland an die Wand gefahren hat. Man tut aus lauter politischer Korrektheit nichts, aber rein gar nichts gegen die Clans. Irgendwann werden die Leute das Recht selber in die Hand nehmen, sprich Anarchie. Es regt sich auch immer mehr Widerstand in Reihen der Bevölkerung, die mit dem Massenandrang von Flüchtlingen eine Verschärfung der Lage sehen. Müssen denn erst Menschen zu Tode kommen, bis man reagiert ? Ich befürchte schon. Was unsere Politnieten und Gutmenschen nicht bedenken, es wird dann auch diejenigen treffen, die wirklich unseren Schutz und Unterstützung nötig haben. Und man zwingt normale Bürger dann wirklich Rechtsradikale zu wählen, weil sie keine Alternative mehr sehen. Und weil die Politiker nicht fähig sind das Problem zu lösen.Sie Streiten darüber wie sie den gemeinsamen “ Absturz “ finanzieren !

  3. Autor Sylvia Hemstedt
    am 28. Juli 2015
    3.

    Wer rechtsradikale Parteien wählt ist kein „normaler Bürger“ sondern ein Rechtsradikaler.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 28. Juli 2015
    4.

    Der Argumentation von Gisbert schließe
    ich mich uneingeschränkt an!

    Er wird ganz sicher von der *Lügenpresse*
    in die rechte Ecke gestellt werden. Jetzt
    besteht natürlich die Gefahr, dass ich
    auch in die rechte Ecke gestellt
    werde.

    Doch viele die mich kennen, wissen,
    dass mein Herz auf der linken
    Seite schlägt.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 28. Juli 2015
    5.

    Sylvia,

    Ihnen steht es nicht zu Menschen
    als *normal* und *unormal*
    hinzustellen.

    Zumindest wage ich es nicht viele Hundert
    Tausend Menschen als *unnormal*
    einzustufen.

    Ganz sicher ist es richtig, dass Menschen,
    welche extrem links oder extrem rechts
    wählen, das Vertrauen in die etablierten
    Parteien verloren haben.

    Diese Menschen als >unnormal< zu bezeichnen,
    können sicher nur unnormale Menschen.

  6. Autor Sylvia Hemstedt
    am 28. Juli 2015
    6.

    Herr Jakob,

    Sie haben mal wieder nicht verstanden. Ich habe mich mit de Aussage auf den vorigen Kommentar bezogen. DA wird eine Unterscheidung zwischen normalen Bürgern und Rechtsradikalen gemacht. In diesem Sinne wählen normale Bürger demokratisch. Keineswegs unterscheide ich zwischen normalen und unnormalen Menschen. Ich bin mir sicher, dass jeder, der von der Tapete bis zur Wand denken kann, in der Lage ist das nachzuvollziehen und muss Sie erneut fragen, ob Sie sich in diesem Forum absichtlich dumm stellen um eine sinnvolle Diskussion zu verhindern. Was soll so ein Kommentar?

  7. Autor Erhard Jakob
    am 28. Juli 2015
    7.

    Sylvia,
    Sie stellen mich hier als
    dumm und dämlich hin.

    *Menschen, die über mir stehen,
    beleidigen mich nicht. Und
    Menschen, die unter mir stehen,
    können micht nicht beleidigen.

  8. Autor Robert Wise
    am 29. Juli 2015
    8.

    Ich wollte übrigens auch kein "Alibi" erzeugen rechtsradikal zu sein..Ich wollte lediglich zur Ausdruck bringen was ein Jahrgang 63 zu wurmt..Auch wollte ich keine Prognosen stellen wie es mit unseren Land weitergeht..vor allem keine die ich beschrieben hat. Denn die will hier sicherlich keine! Im Bezug auf Erhard Jakob muss ich leider ihn recht geben. In Deutschland wird wann wirklich von den "Lügenmedien" (der andere Ausdruck hat ein gewisser Goebbels erfunden) ganz schnell in die rechte Ecke gedrängt... Und Frau Hemstedt in Amerika gibt es einen Spruch die heisst "labeling approach" Wenn man jemand oft genug in einer bestimmte Schublade regelrecht drängt..nimmt er auch dessen Sendungsbewusstsein auf.. Ich für mein Teil finde es fast faschistisch was unsere Medien vor sich her geben. Mann braucht nur die Kommentare zu den "PEGIDA" Demos sehen. Wir brauchen uns natürlich nichts vorzumachen..es sind einige dort vielleicht viele die mit äusserst dumpfen und kruden Theorien daherkommen...Allerdings ist es ebenfalls "krude" alle die auf diesen Demo mitmachen gemäss des labeling approaches in einer bestimmten Ecke zu schieben

  9. Autor Erhard Jakob
    am 29. Juli 2015
    9.

    Nicht alle, die zu Pegida gehen sind politisch links oder rechts
    oder gar linksextrem oder rechtsextrem. Aber fast alle von
    ihnen haben das Vertrauen zu den etablierten Parteien
    (von rechts bis links) verloren.

    Richtig ist auch, dass die Medien unfair oder gar falsch berichten.
    Wenn in Dresden 15 Tausend Teilnehmer gekommen sind, dann
    berichten die Zeitungen höchstens von 5 Tausend.

    Das dann die Pegida-Teilnehmer an den Presse-Häusern in Dresden
    vorbei marschieren und voller Hass und Wut *Lügenpresse*
    schrein, ist dann doch wirklich nachzuvollziehen.

    Noch schlimmer wie eine falsche Meldung, ist gar keine Meldung.
    Wir alle wissen, dass Totschweigen schlimmer als alles
    andere. Die Medien haben z,B. totgeschwiegen,
    dass am Montag, den 26. Juli 2015 mehr als
    2 Tausend Teilnehmer bei dem "Pegida-
    Spaziergang* teilgenommen haben.

    Diesen Sachverhalt hat die Presse
    einfach totgeschwiegen.

    Stephen Spender:
    *Totschweigen ist Mord
    ohne Blutvergießen.*

  10. Autor Sylvia Hemstedt
    am 29. Juli 2015
    10.

    Wenn Verbrechen totgeschweigen werden ist das schlimm. Wenn in Dresden 2000 Knalltüten durch die Straßen irren, dann wird das nicht verheimlicht. Es ist einfach nicht relevant!

    Außerdem:
    PEGIDA stellt sich gegen eine Islamisierung des Abendlandes. Ein solches Phänomen gibt es nicht. Es ist nicht messbar, weil es nicht existiert! Man kann da auch nicht einfach mitmarschieren und so tuen als würde es um berechtigte Ängste und Sorgen gehen. Nicht solange die Bewegung das GIDA im Namen hat. Diese Menschen haben prinzipiell etwas gegen Ausländer in Deutschland.

    Wer da mitmarschiert darf sich nicht wundern warum er als rechts bezeichnet wird.

  11. Autor Erhard Jakob
    am 30. Juli 2015
    11.

    Der Austritt Griechenlands würde einem Dammbruch
    gleichkommen und den Zusammenbruch des
    Kapitalismus in Europa zur Folge haben.

    Das möchte die Kanzlerin
    inbedingt vermeiden.

    Ob ihr das gelingen wird,
    bleibt abzuwarten.

  12. Autor Erhard Jakob
    am 01. August 2015
    12.

    Die Kanzlerin hat sich von den Rechten nicht nach rechts
    und von den Linken nicht nach links, zerren lassen.
    .
    Sie versucht einen Mittelweg
    zufinden und zu gehen.

    Das passt den Geld- und Machthabenden
    bzw. Medienhabenden, natürlich nicht.

    Jetzt versuchen diese Leute, die Ehe von
    der Bundeskanzlerin mieszumachen.

    Sie hoffen, dass sie damit die Wiederwahl
    im Jahre 2017 verhindern können. Wie
    gesagt, ob es ihnen gelingt,
    bleibt abzuwarten.

  13. Autor Erhard Jakob
    am 01. August 2015
    13.

    Aus uns wird folgendes
    *Die Armen werden immer ärmer
    und die Reichen werden
    immer reicher.*

    Um das voraus zusehen muss
    man nicht unbedingt sehr
    weitsichtig und schlau
    zu sein.

    Das sehen schon Normalsichtige
    bzw. Normalgebildete.

    Blinde, sehr Kurzsichtige und
    Dumme können das sicher
    nicht sehen.

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