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Abstimmungszeit beendet
Autor Hans-Dieter Wege am 09. November 2009
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Familienpolitik

Wenn zwei das (fast) Gleiche tun?

Geehrte Frau Bundeskanzlerin!

Es gibt viel Mütter in Deutschland, mit unterschiedlich vielen Kindern.

Manche Mütter möchten nur im Haushalt tätig sein und sich selbst um die Versorgung und Erziehung ihrer Kinder kümmern, andere Frauen und auch Mütter möchten aber Familie und Beruf vereinbaren und diese Frauen sind, wenn sie auch Kinder haben, oftmals aufgrund des Fehlen
einer flächendeckenden Versorgung mit Kindergärten, Babykrippen und Horten auf Tagesmütter angewiesen.

Wenn z.B. diese Tagesmütter mehrere Kinder betreuen, geschieht das ja meistens innerhalb einer 5 Tagewoche mit ungefähr bis zu täglich 8 Stunden.
Diese Tagesmütter haben also einen geregelten Arbeitstag, eine geregelte Freizeit und sie beziehen eine Entlohnung in dem sie für die Kinderbetreuung bezaht werden und entsprechend ist auch ihre gesellschaftliche Anerkennung.

Bei Müttern mit mehreren Kindern, die lieber "Nurhausfrau" und Mutter sein wollen, sieht das dann schon ganz anders aus.
Diese Frauen werden nicht für ihre Tätigkeiten bezahlt, obwohl sie meistens 12 Stunden am Tag und mehr beschäftigt sind und meistens auch 7 Tage in der Woche. Freizeit, Urlaub oder persönliche Selbstbeschäftigung fallen meistens flach und die gesellschaftliche Anerkennung ist oftmals überhaupt nicht gegeben. Häufig werden diese Frauen sogar noch diskriminiert und in den Schmutz gezogen.

Und daher meine Fragen an Sie, Frau Bundeskanzlerin, die ich Sie bitte, allen Hausfrauen und Müttern und natürlich auch mir zu beantworten:

1. Was wollen Sie unternehmen damit alle Hausfrauen und Mütter in Deutschland mindestens die gleiche gesellschaftliche Anerkennung erlangen wie z.B. die Tagesmütter?

2. Muss nicht ein Erziehungsgehalt für alle Lebensgemeinschaften mit Kindern in Deutschland eingeführt werden um die Ungleichheit zu beseitigen?

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Dieter Wege