Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Peter Riemann am 03. Juli 2013
7183 Leser · 2 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Wohnprojekt Convivium Mainz e.V.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

wir als Wohnprojekt Verein Convivium Mainz e.V. haben mit großer Aufmerksamkeit Ihren Besuch des Vereins WohnArt in Bad Kreuznach am 25.03. 2013 verfolgt und bei einem Besuch unsererseits im April von Ihrer großen Begeisterung über derartige Initiativen gehört.
Solch ein begeisterndes Projekt würden wir als Verein Convivium Mainze.V. gerne auch in Mainz in die Tat umsetzen.

In unserer Heimatstadt Mainz gibt es nun ein historisches Gebäude, um dass sich große Diskussionen bezüglich seiner Zukunft entbrannt haben.
Der Osteiner Hof !
Dieses frühere Adelspalais, dass von den Franzosen während der französischen Revolution enteignet und zum Volkseigentum erklärt wurde, ist derzeit im Besitz des Bundes und beherbergt noch bis zum März 2014 die Offiziere der Bundeswehr.
Danach soll es veräußert werden, da auch die Stadt Mainz wegen leerer Stadtkassen kein Interesse an einem kostenintensiven Renovieren des Palais Interesse hat.
Wegen hoher Vorgaben des Denkmalschutz sind auch bereits interessierte Investoren vom Kauf abgesprungen.

Deshalb unsere Bitte an die Bundeskanzlerin sowie den Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere.

Geben Sie den Mainzern über den gemeinützigen Wohnprojekt Verein Convivium Mainz e.V. zum Wohle des Gemeinschaftssinnes Ihr Palais Osteiner Hof zu einem symbolischen Preis zurück und fördern Sie damit , wie im Wohnprojekt Wohnart Bad Kreuznach, eine lebendige, dem Leben und der Gemeinschaft zugewandten Wohnform.

Gäbe ein lustvolles Leben im Alter im Dienste der Gemeinschaft durch die Mitglieder des Convivium Mainz e.V. nicht ein sinnvolles Dasein des Osteiner Hofes im Herzen von Mainz?

Ihr Peter Riemann
Mitglied des Vorstandes Convivium Mainz e.V.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 19. Juli 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Riemann,

vielen Dank für Ihre Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Sie schlagen darin vor, das Adelspalais „Osteiner Hof“ dem gemeinnützigen Wohnprojekt Convivium Mainz e. V. zu einem symbolischen Preis zur Verfügung zu stellen. Für den Verkauf dieses Gebäudes ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zuständig, die Ihnen in der Zwischenzeit bereits Auskunft erteilt hat.

Grundsätzlich gilt: Die BImA ist aufgrund der haushaltsrechtlichen Bestimmungen zur wirtschaftlichen Verwertung nicht mehr benötigter Bundesimmobilien verpflichtet. Danach dürfen Liegenschaften nur zum vollen Wert veräußert werden.

Die BImA hat die von Ihnen angesprochene Liegenschaft nochmals dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Mainz zum Kauf angeboten. Die Stadt Mainz hat von einem Ankauf Abstand genommen. Sollte auch das Land auf einen Ankauf verzichten, wird die BImA voraussichtlich zum Jahreswechsel 2013/2014 eine öffentliche Marktabfrage starten und das Objekt auf der Expo 2013 präsentieren.

Die BImA hat zugesagt, Sie zu informieren, wenn der „Osteiner Hof“ zum Verkauf inseriert werden soll.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Gustav F. Kurz
    am 08. Juli 2013
    1.

    Findet Kevin toll, wenn die Leute auch im Alter lustvoll zusammenleben. Aber nicht erst dann. Wie wäré mit immer lustvoll zusammenleben, ob klein, ob groß, alt oder jung. Könnte die Tante Merkel sowieso viel mehr für die Kleinen Leute tun. Müsste ihr der Kevin auch nicht das C im Namen stibitzen.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 09. Juli 2013
    2.

    Ich finde es nicht lustig, wie Gustav F... , die gute Idee
    und das wirklich sachlich prima begründete Anliegen
    von Peter Riemann ins Lächerliche zieht.

  3. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.