Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Holger Körner am 08. November 2016
2820 Leser · 0 Kommentare

Gesundheit

Würdigung eines Lebenswerks - ein stiller Held?!

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, sehr geehrte Damen und Herren des Gesundheitsmisteriums,
ich schreibe Ihnen einen Beitrag, abseits von den hier sonstigen. Es ist fast schon in eigener Sache, denn es geht um meinen Vater, Helmut Körner.
Mein Vater wurde 1993 von einem Prof.Dr. der Ernährungswissenschaften beauftragt, einen speziellen Schuh für Diabetiker zu entwicklen, der auch industriell gefertigt werden kann. Die Idee dahinter war, die Kosten für Diabetiker-Schuhe zu reduizieren, somit die Gesundheitskassen zu entlasten und für jeden Betroffenen erschwinglich zu machen. Mein Vater hat dies in kurzer Zeit geschafft! Leider stellten jedoch die Gesundheitskassen die Kostenübernahme für diese Schuhe ein, da sich eine Lobby dagegen erhoben hatte, obwohl Studien und Produktprüfungen den medizinischen Nutzen eindeutig belegten (1994-1995), weshalb auch keine Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis der GKV erfolgte. Das traf meinen Vater hart und schädigte seine Gesundheit nachhaltig. Da er zeitlebens ein Techniker und "Macher" war, jedoch kein Kaufmann, übersah er seine Entwicklung entsprechend zu schützen. Andere, große Firmen haben seine Idee kopiert und im Verbund einen Vergleich erstritten, der eine Aufnahme in obiges Verzeichnis ermöglicht. Der moralische Tiefschlag ereignete sich jedoch im Jahr 2013, als ein großer Deutscher Konzern, meinen Vater bat, ihm seine Entwicklung zu überlassen. Dies wurde vertraglich manifestiert. Nun wurden die Schuhe produziert - jedoch von einem Tochterunternehmen des Konzerns (kein Vertragspartner), wodurch mein Vater wieder ausgebootet wurde.
Auch hier ist das Gesetz machtlos.
Helmut Körner wird in diesem Dezember 81 Jahre alt und lebt von der Grundsicherung.
Wäre eine Würdigung seines Lebenswerks möglich?

Holger Körner