Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Tom Schiffer am 21. September 2012
8466 Leser · 9 Kommentare

Wirtschaft

Wurden die Bürger und Bürgerinnen damals gefragt, ob Sie den Euro in Deutschland haben wollten?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen:

1)Wurden die Bürger und Bürgerinnen damals gefragt, ob Sie den Euro überhaupt hier in Deutschland haben wollen

2)Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das die Deutsche Mark zurückkehrt?
Befürchtungen müssen ja bestehen wenn Deutschland in einer Londoner Druckerei Deutsche Mark gedruckt wurden sind...

Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Mit hochachtungsvollen Grüßen,

Tom Schiffer

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 26. Oktober 2012
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Schiffer,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel beantworten.

Zu Ihrer ersten Frage: Der Deutsche Bundestag hat am 23. April 1998 in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit der Einführung des Euro als neuer europäischer Gemeinschaftswährung zugestimmt. Nur 35 Abgeordnete stimmten mit nein, fünf enthielten sich. Im Bundesrat stimmten tags darauf 15 der 16 vertretenen Ländern der Einführung zu. Das Bundesverfassungsgericht hat Beschwerden im Zusammenhang mit der Euro-Einführung des Euro ein- stimmig als offensichtlich unbegründet verworfen. Das zeigt: Die Einführung des Euro in Deutschland ist demokratisch legimitiert.

In Ihrer Frage schwingt die Forderung nach Volksabstimmungen mit. Die sieht das Grundgesetz auf Bundesebene ausschließlich bei der Neugliederung des Bundesgebietes vor. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben sich ganz bewusst für die repräsentative parlamentarische Demokratie entschieden; vor allem vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der deutschen Geschichte. Die Verfasser wollten ausschließen, dass komplexe Streitfragen emotional aufgeladen zum Gegenstand kurzfristiger Volksabstimmungen werden. Unsere Verfassungsordnung dagegen gewährleistet seit über 60 Jahren Entschei- dungsprozesse mit engagierten, lebhaften und kontroversen Debatten in Öffentlichkeit wie Parlament und vor allem demokratisch legitimierte Ent- scheidungen, die Bestand haben.

Die Frage, ob Deutschland die D-Mark wieder einführt, stellt sich nicht. Beim angeblichen Druck von D-Mark-Banknoten handelt es sich um abwegige Gerüchte, die in den vergangenen Jahren immer wieder von Einzelnen gestreut wurden und in den Weiten des Internets vagabundieren.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (9)Schließen

  1. Autor Werner Scherfer
    am 07. Oktober 2012
    1.

    Woher haben Sie diese Information ?
    Wenn das stimmt wäre das natürlich ein Hammer !!

  2. Autor Tom Schiffer
    am 09. Oktober 2012
    2.

    http://www.antenne.de/Unternehmen-Industrie/Kommt-die-D-M...

    dort habe ich das als erstes gelesen und habe dann auf weiteren Seiten danach gesucht! ^^

  3. Autor Karl Eduard Schmidt
    am 10. Oktober 2012
    3.

    Natürlich gab es versteckte Zustimmung durch Vorzüge der Gloablisierung. Viele auch ohne Millionen fliegen mal kurz in New York einkaufen und einaml im Monat zur Partnerin.

    Wenn bei jeden Flug eine Kontrolle gäbe wie nach Israel, da ginge es die Freude aus. Also die Einheitswährung reicht bis in unseren Alltag herein und gibt uns mehr Freiheit.

    Die Deutschen haben Wirtschaftswachstum und wir meckern. Hoffe nicht auf Zustände wie in isolierten Staaten.

  4. Autor Tom Schiffer
    am 10. Oktober 2012
    4.

    Freiheit und Wirtschaftswachstum hängen nicht von der Einheitswährung ab...

    Ein Staat ist nicht isoliert wenn er nicht den Euro hat...
    Siehe England/ UK

    die sind auch nicht Isoliert und haben freiheit und sogar wirtschaftswachstum...

    oder die Schweiz... die haben keine probleme...

  5. Autor Tom Schiffer
    am 10. Oktober 2012
    5.

    in israel, und das können Sie mir glauben, hängt das nicht von der währung ab...

  6. Autor CONSTANTINOS KYVENTIDIS
    am 15. Oktober 2012
    6.

    Liebe Fragensteller :
    Liebe Deutschen,
    Liebe Mitbuerger Europas

    Erweitern Sie , ein bisschen ,Ihre Horizonten !
    Wollen Sie isoliert leben! Unglaublich !!!!
    Das Grundstueck "Deutschland" liegt in Europa und nicht in Asien oder Australia ! Lassen sich selbst sehen was uns in Europa vereinigt und nicht was us trennt ! Wir sind , in Europa , alle zusammen ungefaehr nur 500 milionen ! Haben sie vergessen wie viele Menschen leben
    in Indien, China,Afrika usw !!!!
    Die Kraft liegt in der Vereinigung und nicht in der Trennung !
    Die Argumente der Trennung....sind die Anekdoten der Zukunft
    fuer unsere Kinder , oder anders gesagt "die Kleinigkeiten von heute ".
    Ihre Argumente gegen die Vereinigungs Europas sind provisorische,verdaechtigungsorientiert und einfach noch einer "Abfall" !
    Seien sie ein bisschen SERIOES !!!!!

  7. Autor S Weber
    am 16. Oktober 2012
    7.

    Man hat uns deutsche weder gefragt ob wir in die EU wollen,
    noch ob wir den Euro wollen.
    Das war angeblich die Forderung der Siegermächte des 2 WK,
    das sie der sogenannten Wiedervereinigung zustimmten.
    Ich Denke nicht das dass Gebilde Europa samt Währung die
    nächsten 3 Jahre Überleben wird. Mit dem bösen Effekt , das wir
    alle unsere Ersparnisse verlieren werden.
    Man hat uns dieses Europa versucht mit der Reisefreiheit schmackhaft
    zu machen. Auf diese hätte ich gerne verzichten wollen, wenn ich gewusst hätte was uns bevorsteht.

  8. Autor CONSTANTINOS KYVENTIDIS
    am 17. Oktober 2012
    8.

    Es ist erstaunlich dass gewisse Buerger in Deutschland ( und in Griechenland usw ) sehen alles mit "schwarzen Brillen " !!!
    Die Meinungsfreiheit ist ein Vorteil unserer europaeischen Kultur.!
    Bis heute hat keiner in Europa kein cent verloren wegen der Krise z.B
    in Griechenland usw !! Wo sehen eigentlich gewisse Deutschen Verlusten !!!! Begrenzen sie ihre dunkele fantasie...!!!
    Am Ende in EU alle wir Europear werden gewinner sein!
    Falls ein zufaelliger Buerger bevorzugt alles "weisser zu sehen "
    und falls derselber "liebt den Pinguinen" dann ...."der kann in Nordpol
    umziehen.. " !!!! Deutschland und Griechenland usw haben ihre Grundstuecke (Erde und Geist ) in EUROPA ,in EUROPA , in EUROPA und nicht in andere Kontinente ! Heute ist 2012 und sie bringen Argumenten aus den 2 WK ??? Gott , bringe Vernunft auf der Erde !!!

  9. Autor Wolfgang Helmle
    am 17. Oktober 2012
    9.

    Die Gemeinschaft Europa kann sicherlich funktionieren, jedoch kann es nicht soviel Unterschied an den Allgemeinkosten in den Ländern geben.
    Eine Unterstützung eines Landes der EU, war in dem Vertrag der Gemeinschaft nicht vorgesehen. Dieses wurde über die Köpfe der Bürger entschlossen.
    Wieso bezahlen wir die GEZ, in Spanien gibt es derartiges nicht.
    Die Preise für Brot usw. überall unterschiedlich.

    Steuern in allen Ländern unterschiedlich, was machen wir eigentlich, den Gedanken der EU für alle Teilnehmer bezahlen.

    Wir haben in Deutschland eine Armut der Bevölkerung erreicht, wo in Frankreich die Bürger schon lange auf der Strasse sind um sich dagegen zu währen.

    Im Moment bewegen wir uns in eine Richtung, die sehr gefährlich ist.
    Schon in der Vergangenheit war Krieg im Abstand von 50-70 Jahren zu beobachten.

  10. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.