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Autor B. Seidenbusch am 28. Februar 2011
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Tierschutz

Gesetzliche Verbesserungen bei Katzenelend

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Aigner,

streben Sie auch gesetzliche Änderungen zur Behebung des Katzenelends an ...oder nur bei "Nutztieren" ?

in Zeiten sich verschlechternder Konjunktur sind die zuvorderst Leidtragenden die Haustiere. Sie werden vermehrt ausgesetzt, kaum gefüttert, nicht mehr kastriert, nicht mehr von den Tierheimen adoptiert, da diese schon vielerorts überquellen..... und von nicht wenigen Leuten gequält, erschlagen oder vergiftet, nur weil sie bei der Mäusejagd deren Gärten durchqueren...und einfach zuviele werden.

Hier könnte nur eine tiergerechte, deutschlandweit gesetzliche Lösung Abhilfe dieses Elends schaffen.
Nachdem die Einführung einer landesweit einheitlichen Katzensteuer (gestaffelt nach kastriert-unkastriert) als organisatorisch oder politisch kaum praktikabel oder realisierbar dargestellt wird und Uneinigkeit über deren Effektivität unter den Verbänden und Politikern darüber besteht, und auch die vom Tierschutz organisierten Kastrationsprogramme für herrenlose Katzen wirkungslos verpuffen , würde sich alternativ eine einfache aber gesetzliche Regelung anbieten , die in groben Zügen etwa so aussehen könnte:

1. Privatpersonen aller Art dürfen nur noch kastrierte Katzen halten
den Landwirten können bei der Abgabe kastrierter Tiere
kontingentierte Sonderkonditionen im Abgabepreis eingeräumt
werden.... Eine Freistellung vom Gesetz (wie in Österreich praktiziert)
würde das Gesetz aber nahezu unwirksam und zur Farce werden lassen,
da erwiesenermaßen der weitaus größte Teil der Millionen streunenden
,verwilderten, herrenlosen Katzen aus ländlichen Überproduktionen
und von dortigen Abwanderungen stammt.

2. die Nachzucht und den Vertrieb kastrierter Katzen dürfen nur noch registrierte Züchter und alle Tierheime handhaben.
Vorteile: a) kontollierte Abgabe (Ohrmarkierungen) der Tiere
b) exklusive Zusammenarbeit mit dem Veterinärverband
bzgl Kastrationen
c) Tierheime besitzen dann auch eine Einnahmequelle
bzw kostenneutrale Aufgabe und nicht nur rote Zahlen....

Das Interesse nahezu aller Verbände und Betroffenen zielt daraufhin ab, den politischen Entscheidungsträgern eine effektive Gesetzgebung nahezulegen, denn alle wünschen sich gerne eine Lösung des Katzenüberschuss-Problems:

- die Tierheime, weil sie überquellen und mehr Katzen zurückweisen müssen
als annehmen können (wo enden diese dann ?)
- die Jägerschaft, weil immer mehr Katzen die Waldreviere unsicher machen
- Naturschutz- und Vogelschutzbund, um damit Millionen von Singvögeln vor
nicht mehr vertretbaren Nestplünderungen und Bestandsdezimierungen
zu bewahren. 5 Millionen herrenloser Katzen weniger bedeuten
jedes Jahr 25 Millionen Vögel mehr...
- Veterinäre, denen es ebenfalls ein Dorn im Auge ist, dass gerade diejenigen, die ihre
Katzen zur Kastration bringen sollten, dies aus Kostengründen, Bequemlichkeit
(m u ß ja nicht sein) oder einer „Erst recht nicht ! –Position“ nicht tun,
obgleich sie für Mähdrescher, Riesenschlepper, Mercedes, oder Rollerskates,
Handies, Playgames und anderen Schnickschnack ein Vielfaches finanziell
aufwenden...
- staatl.Naturschutzbehörden, denen ebenfalls die Vertretung von naturschützerischen
(hier vor allem Vogelschutz/Amphibien-/Reptilienschutz)
Zielen erstrebenswert sein sollte
- und indirekt auch den Gerichten, welchen dann vermutlich eine Vielzahl von
- Tierquälerprozessen erspart bleiben würde

- den Landwirtschaftsverbänden sollte es ebenso entgegenkommen, ein Regulativ gegen
nicht vertretbare Tierhaltungen in die Hände zu bekommen, mit dem auch
die Landwirte leben könnten-
Am lautesten dürfte wohl die Schaar jener dagegen agitieren, welche als Hauptverursacher
dieser Überproduktion nachzuweisen ist.

So sollte es deshalb im Interesse aller Politiker und Gesetzemacher liegen, den hier vorgeschlagenen Lösungsrahmen mit Details und Verbesserungen (nicht „Verwässerungen“) zu füllen zum Wohle vieler Millionen Kleintiere, Vögel und sogar der Katzen selbst, welche ja dann weniger und etwas "wert" werden, und letztlich auch zum Wohle der vielen ehrenamtlichen "Katzenfänger", die entlastet würden und auch mal einen Erfolg ihrer bisher deprimierenden Bemühungen sehen könnten .
Bitte helfen Sie mit, indem Sie diesbezüglich einen eigenen Gesetzesentwurf bzw. ein geplantes Vorhaben in Ihren Fraktionen und Gremien zur Sprache und Diskussion und zeigen Sie, dass Deutschland bestrebt ist, durch gesetzliche Anpassungen den Tierschutz zu verbessern, der bisher in nicht wenigen südlichen EU-Ländern noch sehr im Argen liegt teilweise immer noch hinter tierquälerischen „Traditionen“ versteckt.

Mit freundlichen Grüssen Brigitte Seidenbusch

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