Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Archiviert
Autor Gerd Schumann am 08. September 2009
5350 Leser · 108 Stimmen (-3 / +105) · 0 Kommentare

Bildung

Die Auswirkung guter Politik

Sehr geehrter Matthias Platzek, nach dem angenehmen Abend
in Ludwigsfelde wollte ich Sie einmal über positive Auswirkungen Ihrer Politik informieren! Gruß von einem Ilmenauer Absolventen !

16-Jähriger Ludwigsfelder Oberschüler – jüngster Funksendeamateur im Land Brandenburg

Wer den bescheidenen und eher schüchtern auftretenden Schüler Uwe Neubert von der Gottlieb –Daimler Oberschule kennt, würde wohl kaum vermuten,
welch großes Potential in ihm steckt. Uwe gehört dem Ortsverband Ludwigsfelde im Deutschen Amateur Radio Club an. 2007 kam er über das Ganztagesschulprojekt
und die Arbeitsgemeinschaft Funktechnik/Elektronik mit den Ludwigsfelder Funkamateuren in Verbindung.
Im Jahr 2008 war Uwe bereits der beste Jugendliche in der Amateurfunkausbildung. Er wurde gemeinsam von der Gottlieb- Daimler- Oberschule und vom Referat Ausbildung, Jugendarbeit und Weiterbildung des DARC Distrikt Brandenburg, zum größten europäischen Amateurfunktreffen nach Friedrichshafen am Bodensee delegiert, um die Brandenburger Jugendlichen zu vertreten.
Uwe, der in der Schule sehr naturwissenschaftlich interessiert ist und unter anderem den Leistungskurs in Mathematik besucht, wollte nun, in der neunten Klasse zeigen, dass man mit gutem Willen und Ergeiz zwei Sachen gleichzeitig bewältigen kann, sich in der Schule verbessern, um eine gute Ausgangsposition für eine Lehrstellenbewerbung zu haben und gleichzeitig für die Prüfung zur Funksendegenehmigung zu lernen, die man in der Bundesrepublik Deutschland nur bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen in einer mehrstündigen Prüfung ablegen kann.

Uwe hatte es dabei nicht leicht, er stammt aus einfachen Verhältnissen, einen Internetanschluss zu hause kann sich die kleine Familie nicht leisten. Also nutzte Uwe die guten Möglichkeiten an der Gottlieb-Daimler –Oberschule und in der Stadtbibliothek, sowie den Server im Verein, der auch Lehrbücher und Lernsoftware stellte. Uwe bemerkte sehr schnell, dass man jede Menge Stoff aus der Schule für die Amateurfunkprüfung benötigt, so zum Beispiel gute Englischkenntnisse für die Betriebstechnik, Deutsch hilft beim Lernen und Verstehen der Gesetze und Vorschriften und die gute naturwissenschaftliche und mathematische Ausbildung an seiner Schule war wiederum Grundvoraussetzung für das Fachgebiet Technik, wo es galt alle möglichen Rechenaufgaben aus der Elektronik und
Funktechnik zu lösen und wichtige Zusammenhänge zu verstehen. Durch die zusätzliche Beschäftigung mit seinem Hobby konnte sich Uwe auch in der Schule verbessern, da beides einander bedingt.

Am 26. August kam die „Stunde der Wahrheit“, gemeinsam mit seinem Ausbilder fuhr Uwe zur Regulierungsbehörde nach Dresden.
Einfach war es für den 16-Jährigen nicht, besonders als er feststellte, das die Prüflinge aus ganz Deutschland nicht nur älter waren als er, sondern es sich um Abiturienten, Studenten oder
Fachleute handelt, die schon länger im Berufsleben stehen.
Nach Prüfungsangst und Aufregung, es war schließlich seine erste Prüfung im Leben, stand nach ca. 2 Stunden das Prüfungsergebnis fest. Der Ludwigsfelder Oberschüler hatte mit 100% bestanden.
Uwe Neubert erhielt von der Bundesbehörde sein Amateurfunkzeugnis und wenige Tage später auf Lebenszeit sein in der Welt einmaliges Funkrufzeichen DO1UNL (Delta Oscar one Uniform November Lima), welches von der Behörde nur bei Funkverstößen widerrufen werden kann.
Er ist mit 16 Jahren berechtigt, Funksender und Empfänger selbst zu bauen, Funkanlagen zu errichten und weltweit auf Kurzwelle und Ultrakurzwelle am Funkverkehr teilzunehmen.

Es müssen natürlich mehrere Dinge zusammen Treffen, die Leistungsbereitschaft des Schülers, eine vernünftige Erziehung im Elternhaus, eine gute schulische Ausbildung und ein engagierter Verein und gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, die eine gute Zusammenarbeit zulassen !

Das Prüfungsergebnis von Uwe Neubert in Dresden zeugt nicht zuletzt vom hohen Niveau der naturwissenschaftlichen Ausbildung an der Gottlieb-Daimler-Oberschule und der guten Fachkompetenz der Lehrer. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Schule im Ganztagesschulprojekt hat sich bewährt und wird fortgesetzt.

Ein herzlicher Glückwunsch an Uwe Neubert und ein Dank an die
Politiker, die das ermöglichen!

Dipl.-Ing. Gerd Schumann

Ortsverbandsvorsitzender
Referent für Ausbildung, Jugendarbeit und
Weiterbildung im Distriktvorstand Brandenburg
des DARC e.V.

+102

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.