Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Archiviert
Autor Sabine Kroll am 23. März 2009
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Sonstiges

Volksverblödung

Hallo Herr Platzeck,

es liegt nun schon einige Zeit zurück. Aber als ich eine alte Schulfreundin von mir einmal in Dessau besuchte, wurde in dem dortigen Einkaufscenter eine Ausstellung gezeigt. Thema waren die wilden Theorien eines gewissen v. Däniken. Ich frage Sie nun bei aller Liebe als Politiker: Sollen hier die Bürger für blöd verkauft werden?

Die wilden Theorien eines Erich von Däniken, der die Herkunft irdischer Hochkulturen u.a. auf außerirdischen Einfluss zurückführt (!), sind im keinen Fall das Richtige, was öffenlich zur allgemeinen Bildung der Menschen beitragen könnte. Warum macht man nicht etwas Vernünftiges daraus?

Nicht Volksverblödung, sondern Volksaufklärung bzw. -bildung sollte da der Auftrag lauten. Oder möchten Sie da dem Herrn von Däniken etwa den Vorrang als Bildungsautorität gewähren?

Ich weiß, dass es sich in dieser Sache nicht um Ihr Bundesland handelt, aber auf eine Antwort wäre ich trotzdem gespannt. Mit freundlichen Grüßen,

S. Kroll

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