Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sicher aus den Medien erfahren haben, werde ich am 28. August vom Amt des Ministerpräsidenten zurücktreten. Deshalb wird es mir künftig nicht mehr möglich sein, Ihre Fragen an dieser Stelle zu beantworten. Der Bürgerdialog über das Onlineportal direktzu.de hat in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl von Anliegen und Problemen von Ihnen, den Bürgerinnen und Bürgern, thematisiert. Ich habe mich über die anhaltende Resonanz sehr gefreut. Sie dokumentierte Ihr Interesse am Lebensumfeld, aber auch an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal war für mich wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bot die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus habe ich mich stets um Antwort bemüht. Für mich war darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs bei uns im Land befördert. Fragesteller und auch ich wussten dadurch: Das interessiert Viele!

Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihr Vertrauen und die vielen interessanten Fragen und Einschätzungen.

Herzlichst

Ihr

Matthias Platzeck

Beantwortet
Autor Detlev K. am 19. Juli 2010
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Vorhaben, Vorschläge und Ideen

Wappen von Brandenburg ( Dreilinden / Drewitz )

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

ich würde Ihnen gern eine Frage stellen.

Von Berlin ( Dreilinden / Drewitz ) kommend steht noch immer eine leere Säule, die vorher das Staatswappen der „DDR“ trug.
Warum ist es bis heute nicht möglich, daß Bundesland Wappen von Brandenburg rein zusetzen. Das Fundament ist doch da. Es wäre doch ein leichtes dieses dort zu plazieren.

Ich freuen mich über Ihre Antwort und verbleibe mit

freundlichen Grüßen aus Berlin

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Antwort
von Matthias Platzeck am 06. Oktober 2010
Matthias Platzeck

Sehr geehrter Herr K.,

Ihr Vorschlag im 20. Jahr des Bestehens unseres Bundeslandes hat mich gefreut. Ihre Idee, in Dreilinden an der ehemaligen Grenze zwischen Westberlin und der DDR an der noch stehenden Säule, die früher das Staatsemblem der DDR trug, nunmehr das Wappen unseres Landes anzubringen, zeigt mir, dass Sie sich mit dem Land Brandenburg identifizieren.

Aber, wie das so ist im Leben – auch ein Ministerpräsident muss sich an Regeln halten. Zum einen: Die Stele gehört der Gemeinde Kleinmachnow und sie ist in der Denkmalliste des Landes Brandenburg enthalten. Schon allein deshalb kann das Land dort kein Logo oder ein Wappen anbringen. Zum anderen möchte ich zu bedenken geben: Die Landesregierung hat im Jahre 2001 für die Außendarstellung Brandenburgs ein so genanntes werbendes Logo eingeführt. Es ist Ihnen sicher bekannt und zeigt einen stilisierten Adler mit dem Schriftzug 'Land Brandenburg'. Dieses Logo wird mittlerweile von vielen Institutionen, Verbänden und Organisationen genutzt und ziert auch die Begrüßungstafeln unseres Landes an den Autobahnen.

Sehr geehrter Herr K., da die Stele der Gemeinde Kleinmachnow gehört, hat das Land leider keine Möglichkeit, sie zu eigenen Zwecken zu nutzen.

Mit freundlichem Gruß