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Abstimmungszeit beendet
Autor Jürgen Friedrich am 04. Januar 2009
15953 Leser · 0 Kommentare

Kultur, Gesellschaft und Medien

PRIMA KLIMA

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin !

Ihre KLIMA-Betroffenheit ist bemerkenswert. Die nahezu unendliche Fülle wissenschaftlicher und anderer statements auch. Zwei Ansätze sind in der internationalen Diskussion unter-repräsentiert:

Erstens -- wer Klima nur meteorologisch als "Wetter über einen längeren Zeitraum" definiert, kommt vom Regen in die Traufe, was die derzeitig beklagte Problematik angeht. PRIMA KLIMA ist auch ein Ereignis in den Köpfen und Herzen. (Man spricht nicht von ungefähr von "Herzenswärme" .)

Zweitens -- unzulässig verschwiegen wird der Energie-Transfer, der über Verdunstungskälte und Kondensationswärme untrennbar verknüpft ist mit "schlichtem Regen". Abgeleitet aus der jährlichen durchschnittlichen Niederschlagshöhe in Deutschland (700 mm) errechnet sich die freigewordne Kondensationsenergie zum 40-fachen Betrag dessen, was kommerziell+wirtschaftlich jährlich in D als "Primärenergie" eingsetzt wird. (Die dazugehörigen Daten kann ich leicht liefern)

Schlussfolgerung :

Die Menschheit hat künstliche Bewässerung erfunden und Meerwasser-Entsalzung.  Der Preis ist hoch. Wegen 'hochwertiger' Osmose-Technik und wegen riesiger Rohrsysteme. verlangt man in Israel 50 Euro-Cent pro Tonne.
 
Das Naturprinzip  -  (künstliche) Befeuchtung der Luft mit Seewasser  -  führt zu weniger als 6 Cent pro Tonne Regenwasser. BIG IS BEAUTIFUL  geht am Besten und erfordert Zustimmung,  dass auch ihren Nutzen haben werden jene,  die nicht in der Lage sind, sich an den Luftbefeuchtungskosten zu beteiligen.  
 
Aber es wird wahr, wofür die VEREINTEN  NATIONEN einst gegründet wurden:
 
". . . Dann schmieden sie aus ihren Schwertern Pflugscharen und aus ihren Speerspitzen Winzermesser. Kein Volk wird mehr das andere angreifen und niemand lernt mehr das Kriegshandwerk. Auf, ihr Nachkommen Jakobs, lasst uns in dem Licht leben, das vom HERRN  ausgeht!" (Jesaja 2,4)

Zugegeben, diese 'biblische Sicht' scheint überholt. Erst recht, wo es im Moment wieder einmal so richtig kracht an der Wespentaille von Afrika und Eurasien. Andererseits waren die Voraussetzungen noch nie so günstig wie heute, mit viel weniger finanziellem Aufwand (als für Bomben) effizient und nachhaltig -- und mit internationalem Beistand -- etwas Gescheites durchzuziehen, das sich rechnet und enorme wirtschaftliche Vorteile bringt .

Die konkrete Frage: Welche Förderungsmöglichkeiten sehen Sie zum Aufbau und Betreiben von Meerwasser-Entzalzunganlagen "nach der Naturmethode"?

Mit freundlichen Grüße
Jürgen Friedrich