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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Vanessa Krisch am 25. Mai 2015
6580 Leser · 15 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Streik des Erziehungspersonals

Sehr geehrte Frau Merkel,

ich würde mir wünschen, dass seitens der Politik in den Streik des Erziehungspersonals eingegriffen wird.

Kinder und Eltern wissen nicht mehr weiter, weil Sie keinen Betreuungsplatz haben. Erziehungspersonal spricht davon es ginge nicht nur um Geld, sondern um Wertschätzung und Aufmerksamkeit der schlechten Arbeitsbedingungen. Mittlerweile nimmt das Dimensionen an, die nicht mehr unter Kontrolle sind.
Ganz zu schweigen von dem nicht transparenten wirtschaftlichen Schaden den dieser Streik auslöst.

Wir haben das Glück Omas zu haben. Aber was macht die Alleinerziehende Mutter, die unbezahlten Urlaub nehmen muss. Wie zahlt sie ihre Miete und das Essen? Meist ist das Geld sowie so schon extrem knapp, wenn dann noch das Gehalt von 3 Wochen oder mehr wegfällt ist das untragbar.

Dieser Streik trifft leider am meisten die Kinder und Eltern und nicht die, die wirklich betroffen werden sollten.

Bitte helfen Sie hier! Es wäre vielen Eltern ein Herzenswunsch.

Mit freundlichen Grüßen

Vanessa Krisch-Plümacher

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 12. Juli 2015
Angela Merkel

Sehr geehrter Frau Krisch-Plümacher ,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Tarifauseinandersetzungen sind grundsätzlich Sache der Tarifparteien. Eine Möglichkeit der tariflichen Auseinandersetzung sind Streiks. Das Streikrecht ist ein verbrieftes Recht in Deutschland. Zu streiken gehört zur grundgesetzlich geschützten Tarifautonomie. Darin darf und will die Bundesregierung nicht eingreifen.

Bitte lesen Sie dazu auch unsere ausführliche Antwort vom 21. März d. J. auf eine ähnliche Frage zum Streik bei der Bahn: http://direktzu.de/kanzlerin/messages/bahnstreik-58959#id...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (15)Schließen

  1. Autor Wolfgang Riedel
    am 27. Mai 2015
    1.

    Sehr geehrte Frau Kirsch,
    Ihre Beschwerde müsste sich gegen diese Politik wenden, die die steigenden Anforderungen an die Erzieher nicht honorieren. Der Streik wäre bereits beendet, wenn diese Leistungen seitens der Politik mit entsprechender Gesetzgebung und Mittelbereitstellung honoriert worden wäre. An dieser Situation hat auch die Bundesregierung unter Frau Merkel erheblichen Anteil!
    Für G-/-Gipfel aind fast 360 mill. Euro vorhanden, nicht aber für Erzieher?

  2. Autor Gabriele Klein
    am 04. Juni 2015
    2.

    Mein Lösungsvorschlag damit alle endlich die Klappe halten:

    Hier das Zauberwort:

    ----------R U M P F A N G E B O T---------------------------

    Wo?

    Na klar, im Lockführerstand !! Jim Knopf ahoi !

  3. Autor Jessika Brinkmann
    am 04. Juni 2015
    3.

    Wer sagt eigentlich, dass die Arbeit der Erzieher nicht wertgeschätzt wird? Was ist mit den Kindern? Sind sie es nicht wert, dass man sich in den Kitas um sie vertragsgemäß kümmert? Hier geht es nicht ums Geld? Hier bekommt man den Hals nicht voll. Keine andere Berufsgruppe hat in den letzten Jahren so enorme Gehaltserhöhungen bekommen. Schämt Euch, Ihr "Erzieher"!

  4. Autor Dr.Wolfgang Paul Bayerl
    am 15. Juni 2015
    4.

    Es ist ja tatsächlich so, dass die Gemeinden an dem Streik noch Geld VERDIENEN!. Sie sparen die Gehälter und auch die Elter müssen weiterzahlen.
    Der Streik geht also NICHT zulasten der "Arbeitgeber", sondern gegen die Kleinkinder und ihre Eltern und das wissen auch die so hoch qualifizierten Pädagoginnen. Sie machen lieber bezahlten Urlaub.
    Ein Zeichen krasser Kinderfeindlichkeit dieses Landes,
    bestätigt durch die völlig unzureichende Beachtung der "Medien".

    Denn das "Kinder kriegen" ist eben KEINE Privatangelegenheit, sondern gesellschaftliche Notwendigkeit und - Verantwortung.

  5. Autor Gabriele Klein
    am 15. Juni 2015
    5.

    Gebe Ihnen da irgendwo vollkommen Recht. Allerdings frage ich mich ( und ich kenne mich hier nicht gut aus) in wieweit ist es für eine allein erziehende Mutter möglich wäre z.B. zu Hause zu bleiben und nicht zu arbeiten? ich vermute mal dass eine alleinerziehende Mutter u.U. wohl arbeiten muss, zumal viele Väter nicht zahlen (können). Hier sollte man sich vielleicht was einfallen lassen z.B. Wohnungsgemeinschaften die so eine Art Selbsthilfegruppe erlauben. .... Ich finde Mütter mit Kindern die ihr kind lieben sich ihm widmen wollen sind sicherlich die allerbesten Erzieher.

  6. Autor Dr.Wolfgang Paul Bayerl
    am 16. Juni 2015
    6.

    Rosi Steffens warum platzt Ihnen der Kragen??? weil Sie kinderlos sind und nur an sich selbst denken können???
    Der Verantwortliche Träger darf kassieren ohne jede Gegenleistung zum Schaden Dritter??? In diesem Fall Kinder, die für eine Gesellschaft KEINE Privatangelegenheit sind!!!!
    Dann können Sie ja auch gleich die Schulen schließen! Kindergärten gibt es historisch seit 1760, natürlich bis heute nicht flächendeckend.
    Seit 1996 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) auf einen (halbtägigen) Kindergartenplatz (BVerfG im Urteil zum § 218 StGB, siehe auch § 24 SGB VIII[25]) für Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung.
    Weiterhin das das Verfassungsgericht 1998 festgestellt dass Familien mit Kindern, die noch nicht erwerbstätig sind, steuerlich gegenüber kinderlosen Steuerzahlern BENACHTEILIGT sind:
    BVerfG, 2 BvL 42/93 vom 10.11.1998, Absatz-Nr. (1 - 83), http://www.bverfg.de/entscheidungen/ls19981110_2bvl004293...
    das weis eigentlich jeder Familienpolitiker, egal welcher Partei und das ist BIS HEUTE nicht korrigiert!!!
    Kindergärten sind z.B. in Frankreich kostenlos,
    bei uns z.T. mehr als 500€ pro Tag.
    Schämen Sie sich bitte für die Verurteilung von Eltern!

  7. Autor Dr.Wolfgang Paul Bayerl
    am 16. Juni 2015
    7.

    zu 6) Gabriele Klein, kinderfeindliche Feministinnen schimpfen ja auch über das Erziehungsgeld, die Frau SOLL also bitte arbeiten gehen .... und das Kind???, natürlich kann sie notfalls ihren eigenen Arbeitgeber im Stich lassen, wenn die Kita versagt, dann wird also noch jemand geschädigt, der mit dem Streik nicht das geringste zu tun hat.
    Der Streik ist also im höchsten Maße unmoralisch.
    Die Stadt z.B. als verantwortlicher Träger (in meiner Stadt über 60 Kitas) hat ja noch nicht einmal die leer stehenden Einrichtung zur Selbsthilfe den Eltern zur Verfügung gestellt und sich tot gestellt und wahrscheinlich Hände-reibend kassiert.
    Aus (pädagogischer) Sicht des Kindes darf man gerne diskutieren, wann das günstigste Alter für eine Trennung von der Mutter ist.
    Ganz unzweifelhaft entwicklungsfördend jedenfalls in dem genannten gesetzlichen Rahmen von 1996, also von 3-6 bzw. bis zur Einschulung.
    In manchen gut geführten Städten in Deutschland AUSNAHMSWEISE kostenlos.
    Das ist entschieden wichtiger als Banken zu retten, die schlecht gewirtschaftet haben.

  8. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 6 am 21. Juni 2015
    8.

    Ich interpretiere die Antwort von Frau Steffen nicht als Verurteilung der Eltern und finde sie hat Recht. Das beste für ein Kind ist eine intakte Ehe und eine Mutter die zu Hause bleibt. Warum nicht wenn man sich versteht und an einer guten Beziehung arbeitet? Ich war selbst mein ganzes Leben berufstätig und halte die Belastungen in der Regel für beide Parteien für zu hoch, wenn beide arbeiten gehen. Ich hinterfrage allerdings auch die Streiks, denn sie haben die ihnen eigene Bürokratie und das scheint mir gefährlich. Sie scheinen mir ein Prozedere das unbedingt einzuhalten ist, sonst geht es nicht zur nächsten Gehaltsrunde sei sie nun erforderlich oder nicht Auch gehen diese Streiks am Problem evtl restlos vorbei. Wenn z.B. die Mieten ins unermessliche steigen (damit wird immer wieder argumentiert) sollte man vielleicht nicht die Gehälter anpassen sondern nach dem Warum der hohen Mieten fragen. Die Ursache für unglaubliche Umlagen für kleinste Einheiten sehe ich darin, dass jeder einstige Kriminelle nicht nur das Amt eines Hausverwalters ergreifen kann sondern dieses Amt der Verwaltung von Millionen geradezu ergreifen muss. (im Gegensatz zu jedem Hiwi der ein Zertifikat braucht und Nachweis der Integrität, z.b. lückenloser CV, teils Polizeiliches Führungszeugnis).
    Eine Betrügerei in Millonenhöhe reiht sich an die andre, ohne dass seitens der Politik hier ein Riegel vorgeschoben wird, was leicht möglich wäre.
    Immer wieder hört man von satten Summen die halt "leider" in dunkle Kanäle flossen zum finanziellen Nachteil aller, ... Aber hier geschieht nichts, alle Augen richten sich auf die erforderliche Lohnerhöhung um diese Betrügereien ich vermute sie sind flächendeckend und gleichen einer 2. Steuer zu finanzieren..

  9. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 6 am 21. Juni 2015
    9.

    soll heißen weil er das Amt ergreifen muss weil er woanders nicht unterkommt. (im Gegensatz zu...... )

    Zur schwachen Position der Arbeitnehmer gegenüber Arbeitgeber die immer ins Feld geführt wird im Hinblick auf die Notwednigkeit von Streiks darf ich den freien Wettbewerb entgegenhalten der nicht nur die Preise sondern durchaus auch das Salaire regelt. Wer nicht zahlt und saubere Bedingungen stellt erhält auch keinen guten Arbeitnehmer in einer guten Wirtschaft....Die Nachfrage der Arbeitnehmer regelt die Höhe des Lohnes doch auch....
    Haben wir Arbeitslosigkeit in hohem Umfang drückt das natürlich die Löhne auf Grund des Überangebots von Arbeitskräften. Nur kränkelt dann die Wirtschaft auch und dem Grundübel einer kränkelnden Wirtschaft kann man mit Streiks auch nicht beikommen.... Es sei denn man freut sich am Papier mit dem man leider nichts kaufen kann....

  10. Autor Gabriele Klein
    am 27. Juni 2015
    10.

    um Mißverständnisse zu vermeiden: wenn ich argumentiere dass einer (in der Regel und vorzugsweise die Frau) zu Hause bleibt, zumindest während die Kinder dies brauchen, meine ich sicherllich nicht damit dass Frau nur Kochen lernt....oh nein, sie hat alles zu können und muß soweit irgend möglich alle anfallenden Arbeiten erledigen können. Wenn sich Frauen ob der Hausarbeit langweilen verstehe ich das beim besten Willen nicht, denn die Technik macht allerlei möglich, auch das von Frauen heißbegehrte Studium neben dem Haushalt......das scheint mir leichter durchführbar als neben dem Beruf. Dass der der für den Broterwerb sorgt, zu Hause auch noch mithilft halte ich nicht für fair, es wird so wie die Belastungen da draußen nun mal sind viel zu viel.... bis auf den heutigen Tag und trotz viel Geschwätz seitens der Gewerkschaften wurde nämlich der 8 Stunden Tag hierzulande noch kaum durchgesetzt,
    Was ich sinnvoll fände wäre eine gerechte Verteilung des Brieftascheninhalts des Erwerbstätigen...... darum kämpften schon die Arbeiter-Frauen vor langen langen Jahren u.a. um den Suff der Gatten zu verhindern und die Mittel für den Nachwuchs sicherzustellen.
    Ich las über Studien dahingehend was sich Menschen, den Tod vor Augen wünschten, dass sie besser gemacht hätten:
    Sehr viele wünschten sich mehr Zeit in der Familie, keiner sehnte sich nach mehr Zeit im Büro...... vielleicht sollte man mit etwas Weniger Vorlieb nehmen und dies etwas mehr und bewußter genießen....

  11. Autor Gabriele Klein
    am 27. Juni 2015
    11.

    PS: ich habe die Quelle nicht mehr, es war keine richtige Studie sondern das Werk einer Krankenschwester die diese Informationen von Patienten in ihrer allerletzten Lebensphase erhielt. Auch las ich dies bei Psychologen ich meine bin icht sicher, Maslow oder Twerski die diese Feststellung vor dem Hintergrund ihrer Patientengespräche machten

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